Sollte der Newsletter nicht korrekt angezeigt werden, klicken Sie bitte hier!


Für eine optimale Darstellung des Newsletters tragen Sie bitte newsletter@bvai.de in Ihr Adressbuch ein.


Sehr geehrte Damen und Herren,

heute überreichen wir Ihnen die Oktober-Ausgabe des BAI-Newsletters mit dem Schwerpunktthema "Crypto-Assets, sonstige AI und neue Technologien". Neben dem Leitartikel und einem Grußwort finden Sie dort die folgenden Fachbeiträge:

  • Sind Krypto-Währungsmärkte fair?, von Dr. Bjoern Holste, Technology Institute Frankfurt, und Prof. Dr. Christoph Gallus, THM-Technische Hochschule Mittelhessen
  • Wertpapiere auf der Blockchain: Auswirkungen einer neuen Assetklasse im Rahmen der Fondsstrukturierung, von Dr. Martin Schulte und Dr. Nick Wittek, Jones Day
  • Digital Assets – eine systematische Übersicht. Von Claus Hilpold und Dr. Philipp Cottier, L1 Digital AG
  • Waterfall/Carry Kalkulation – immer noch in Excel?, von Gregor Kreuzer, qashqade AG
  • Das Kryptoverwahrgeschäft als künftige Finanzdienstleistung, von Jens Kretzschmann, Lennart Lorenz und Dr. Niklas Ulrich, Schnittker Möllmann Partners

          Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei unseren Sponsoren und den Autoren!

          Mit freundlichen Grüßen,

          Vorstand und Geschäftsstelle
           

            zur mobilen Ansicht
            zur PDF-Version

          Frank Dornseifer, BAI e.V.

          Leitartikel

          „Wir stellen die Weichen für die Token-Ökonomie“ lautet das Motto der Blockchain-Strategie der Bundesregierung, die am 18. September vom Bundeskabinett verabschiedet wurde und mit der man sich als einer der Vorreiter sieht, um die Chancen der Blockchain-Technologie zu nutzen und ihre Potentiale für die digitale Transformation zu mobilisieren. Im Rahmen der Blockchain-Strategie wird ein besonderes Augenmerk auf den Finanzsektor gelegt, fand doch die Blockchain-Technologie hier mit der Kryptowährung Bitcoin ihren ersten praktischen Anwendungsfall, der dann gradewegs in einen – auch medial getriebenen – Hype mündete. Mittlerweile hat sich der FinTech- und Krypto-Hype – weitgehend und hoffentlich nicht nur vorübergehend – gelegt und die Diskussion widmet sich den Sachthemen.

          Annette Olschinka-Rettig, BAI e.V.

          Grußwort

          Mit dieser Ausgabe des Newsletters möchte ich mich als neue Geschäftsführerin des Bundesverbandes Alternative Investments (BAI) vorstellen. Seit Anfang September leiten Frank Dornseifer und ich gemeinsam die Geschäftsstelle des BAI. Vor meiner Tätigkeit beim BAI war ich nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre zunächst bei der Deutschen Bank in Berlin aktiv, später dann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Jena und zuletzt seit 2001 bei BASF, dort u.a. als Head of Asset Management und im Bereich Mergers & Acquisitions.

           

          Dr. Bjoern Holste, Technology Institute Frankfurt, und Prof. Dr. Christoph Gallus, THM-Technische Hochschule Mittelhessen

          Sind Krypto-Währungsmärkte fair?

          Kryptowährungen als alternatives Investment ziehen nach wie vor große Aufmerksamkeit auf sich. Getrieben vom Anlagedruck durch ein nachhaltig niedriges Zinsumfeld und rechnerisch hohen Renditechancen in Kryptowährungen, beginnen zunehmend auch institutionelle Anleger mit der Evaluation dieser neuen Anlageklasse. Die Autoren untersuchen Preisdifferenzen an verschiedenen Handelsplätzen und die Existenz von Arbitragemöglichkeiten. Arbitragefreiheit ist ein wesentliches Merkmal fairer Märkte und eine notwendige Voraussetzung für Investoren, um sich auf den Marktmechanismus verlassen zu können.

          Dr. Martin Schulte und Dr. Nick Wittek, Jones Day

          Wertpapiere auf der Blockchain: Auswirkungen
          einer neuen Assetklasse im Rahmen der
          Fondsstrukturierung

          Die Blockchain-Technologie hat das Potential, das Fondsgeschäft maßgeblich zu verändern. Bei Kapitalmarktprodukten und im Trade Finance Bereich hat sie das Prototypen-Stadium hinter sich und befindet sich im Produktionsmodus. Im Fondsbereich hängt ihr Erfolg insbesondere von drei Faktoren ab: Erstens, der Verfügbarkeit von Kryptoassets und Smart Contracts, die sich für verschiedene Anlagestrategien einschließlich Derivaten und Collateral Management eignen, zweitens, der Klärung des regulatorischen Rahmens für Verwahrstellen und drittens, der Möglichkeit, Fondsanteile auf einer Blockchain zu vertreiben.

          Claus Hilpold und Dr. Philipp Cottier, L1 Digital AG

          Digital Assets – eine systematische Übersicht

          Im Jahr 2008 gelang es einer Person (oder Gruppe) hinter dem Pseudonym “Satoshi Nakamoto” in einem Whitepaper “Bitcoin – A Peer-to-Peer Electronic Cash System 1” mit einer vollständig digitalen Währung auf Basis der Blockchaintechnologie und Kryptographie die Grundlage zu legen für eine gänzlich neue Industrie. Dabei geht dies weit über den Anwendungsfall „Zahlungsmittel“ hinaus. Die Blockchain-Industrie und neue darauf basierende dezentralisierte Geschäftsmodelle haben das Potenzial, unser tägliches Leben in vielfacher Weise zu verändern, Schnittstellen und die Zahl der Intermediäre zu reduzieren, Grenzen zu überwinden und eine neue Definition von Vertrauen zu etablieren, welches gänzlich auf Kryptographie beruht, und auf diese Weise Projekte und  Organisationen transparenter, demokratischer, dezentraler und sicherer zu machen.

          Gregor Kreuzer, qashqade AG

          Waterfall/Carry Kalkulation – immer noch in Excel?

          Die Waterfallkalkulation, oder auch Carry oder Performance Fee Kalkulation, ist die Berechnung der Anteile einer Valuation, Distribution oder Realisierung an die verschiedenen Beteiligten im Fund: GPs, LPs, FPs usw. Ein Standard Waterfall hat im Wesentlichen drei Schritte, welche die grundsätzliche Vertragsbeziehung (LPA) zwischen den Investoren und den Fund Managern abbildet. Zuerst wird das Investitionskapital an die Investoren zurückbezahlt inklusive der bezogenen Management Fees (Capital Return). Dann erhält der Investor den ersten Teil des erzielten Gewinnes, jährlich zum Beispiel 8% des investierten Kapitals (Hurdle). Sobald die Investments über diese Rendite hinaus Gewinn  erwirtschaften, werden die Gewinne zwischen den Investoren und dem Fund Manager geteilt – gewöhnlich gehen 20% als Carry oder einer Performance Fee an den Fund Manager (Catch-Up und Gain Split).


          Jens Kretzschmann, Lennart Lorenz und Dr. Niklas Ulrich, Schnittker Möllmann Partners

          Das Kryptoverwahrgeschäft als künftige Finanzdienstleistung

          Am 18. September 2019 stellte die Bundesregierung ihre Blockchain-Strategie vor. Das von der Bundesregierung gesetzte, wünschenswerte Ziel, Deutschlands – nach eigener Aussage – führende Position für Blockchain-Ökosysteme auszubauen, soll insbesondere mit rechtlichen Maßnahmen im Bereich des Finanzsektors erreicht werden. Namentlich ist u.a. eine Erlaubnispflicht für das sog. Kryptoverwahrgeschäft vorgesehen. Dieses Label der Regulierung wird auch von internationalen Marktteilnehmern bereits wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die Schaffung eines transparenten, rechtlichen Rahmens für die Token-Ökonomie stellt eine große Chance für den Standort Deutschland dar. Doch auch andere Staaten haben den Nutzen einer regulierten Token-Ökonomie erkannt, wie Liechtenstein mit dem jüngst am 3. Oktober 2019 verabschiedeten Blockchain-Act (TVTG) eindrucksvoll demonstriert.


          Verantwortlich:
          Bundesverband Alternative Investments e.V. | Poppelsdorfer Allee 106 | D-53115 Bonn
          Telefon: +49(0)228-96987-0 | Fax: +49(0)228-96987-90 | info@bvai.de | www.bvai.de


          © Bundesverband Alternative Investments e.V.

          Dies ist eine Rundmail des Bundesverbands Alternative Investments e.V. (BAI). Wir hoffen, dass die aufgeführten Informationen für Sie nützlich sind. Sie erhalten diese E-Mail, entweder weil Sie sich für den BAI-Newsletter registriert haben oder weil Sie mit dem Bundesverband Alternative Investments e.V. in Korrespondenz oder Geschäftsverbindung standen oder stehen. Wir geben keine E-Mail-Adressen weiter. Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) respektiert Ihre Privatsphäre und möchte Ihre Zeit nicht durch unerwünschte E-Mails strapazieren. Wir weisen Sie deshalb auf Ihr Widerspruchsrecht nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO hin: Danach haben Sie das Recht, der Verarbeitung Ihrer Daten jederzeit zu widersprechen. Sollten Sie widersprechen und künftig keine weiteren E-Mails von uns mehr erhalten wollen, füllen Sie bitte einfach das Abmeldeformular aus.